[presse]

Hier findet ihr Stimmen der Presse zu unseren drei Alben "Lonely Way", "Without A Trace" und "end isolation".

[Lonely Way]

Medazzarock (www.medazzarock.ch)

Der dritte Output der Hamburger Band SOON verspricht von vornweg schon viel. Ihr aktuelles Album erhielt quasi in jedem einschlägigen Musikmagazin sehr gute Resonanzen.
Drei Jahre haben sie sich für ihren dritten Output Zeit gelassen. Doch untätig waren sie keineswegs, sondern stetig in deutschen Landen Live unterwegs. "Nebenher" tüftelten die vier Jungs an neuen Songs herum. An ihrem Stil haben sie auch nicht gross rumgebastelt, wobei die Kompositionen brillant sind.
Lonely Way" hat wirklich alles, was ein gutes Stück Rock-Album ausmacht. Trotz des leichten progressiven Einschlags bleibt ihre Musik schnell an einem haften. Ich weiss zwar zum Teufel nicht, was SOON mit Paradise Lost zu tun haben sollen, da sie oft mit den britischen Ghotic-Metaller verglichen werden. SOON schreiben Songs, die mitten durchs Herz gehen.

Pink

eclipsed Rock-Magazin

FFM-Rock (allover-ffm-rock.de)

Eigentlich bin ich ja schon ein wenig traurig, dass "Lonely Way" erst vor kurzem den Weg zu mir gefunden hat. Ist dieses Album doch tatsächlich seit November letzten Jahres erhältlich. Wie konnte das so völlig unbemerkt an mir vorbeigehen? Die beiden ersten Werke "end isolation" und "Without A Trace" landen doch heute noch immer wieder in meinen Playern. Großartige Songs mit wunderschönen Melodien, die sich tief ins Gedächtnis fräsen, und ein total fesselnder Gesang, welcher kaum nachzuahmen ist, waren so die Trademarks von [SOON] auf den bisherigen Veröffentlichungen.
Ist das bei der aktuellen Scheibe dabei geblieben? Definitiv ja, da gibt es kein vertun. Die Hamburger Jungs sind sogar noch besser, noch eingängiger und sogar noch ein bisschen härter geworden. Ja, man hört die eine oder andere Double-Bass Attacke deutlich heraus. Auch wenn [SOON] musikalisch über alles erhaben ist, jedes Bandmitglied sein Instrument bestens beherrscht und das Songwriting wieder mal perfekt auf den Punkt gebracht wurde, ist meiner Meinung nach die Stimme von Eric das, was diese Band unverkennbar macht. Echt stark!
Ich bin eigentlich ein wenig traurig, dass ich diese Truppe noch nie live erlebt habe. Vielleicht schaffe ich es ja Ende dieses Monats ihren Auftritt im Frankfurter Nachtleben als Vorgruppe von STAUBKIND zu sehen. Wenn nicht, dann hoffentlich beim diesjährigen Rock in Schroth Festival in Hasselroth, wenn dieser Termin noch steht. Egal!
Auf jeden Fall möchteich diese zehn unverzichtbaren Dark Metal Tracks auf "Lonely Way" jedem wärmstens ans Herz legen. Absolute Höhepunkte sind dabei der Opener "Why", der Titeltrack "Lonely Way" und der neunte Track "Someone Else".
Der Kauf dieser CD lohnt sich in jedem Fall und unterstützt eine wirklich gute Combo, die bitte nie ans Aufhören denken wird.

Peter Antons

eclipsed Rock-Magazin

Auch auf ihrem dritten Album "Lonely Way" erzeugen [SOON] eine erstaunlich dichte Atmosphäre. Dafür bereist das Hamburger Quartett Pop-, Rock- und Gothic-Gefilde. Sattem, modernem Riffing stellt es geschickt Elektronik-Farbtupfer und supereingängige Melodien (hier schimmern sogar Depeche Mode durch) gegenüber. Dieser Ansatz erinnert an die Vast-Alben von Genie John Crosby. Mit ihm kommen aber auch Referenzen wie Paradise Lost, Muse oder Placebo ins Spiel.
Songs wie "Time", "Trust", "Why" oder der Titeltrack sind düster-dynamische Melancholie-Bonbons, die man derart überzeugend von einer deutschen Band nicht unbedingt erwarten durfte. Auch wenn ihr Debüt "End Isolation" noch eine Tick origineller und frischer klang: Mit dem hier gezeigten Potential wird [SOON] seine Fanbasis aus der Gothic-Wave- und Alternative-Ecke weiter ausbauen können.
Top-Track: Time

Mike Borrink

www.metal.de

Vier Jahre mussten die Fans auf neues Studiomaterial von Eric, Micha, Lenny und Andi warten, die mit ihrem letzten Album 'Without A Trace' im Gepäck, weit über 200 Konzerte absol­viert haben. Darunter auch Supportkonzerte von Bands wie MEGAHERZ oder AUTUMN. Danach war es Zeit, den Akku auf­zuladen und das Songmaterial zu sichten, das den Fans wäh­rend der letzten Tour schon teilweise präsentiert wurde.
Jetzt liegt mit 'Lonely Way' der dritte Longplayer der Hamburger vor und unterscheidet sich schon ein wenig von den ersten beiden Alben, die innerhalb eines Jahres produziert und veröffentlicht wurden. Insgesamt kommen die neuen Songs wesentlich druckvoller daher. Dies wird schon durch die ersten drei Tracks 'Why', 'Lonely Way' und 'Flow' untermauert, bei denen ein treibender Beat, eingängige Riffs und vor allem Erics kraftvoll dynamische Stimme dominieren.
Aber auch die weiteren Songs überzeugen und zeigen, dass SOON ein Gespür für melodiösen Darkrock haben. Als weitere Anspieltipps eignen sich 'A Loss' und 'Time', die beide Hitpotential besitzen. Alle Songs sind ausgezeichnet instru­mentalisiert und wissen durch Tempowechsel ('Decisions') oder durch den druckvollen Einsatz von Keyboards ('Lonely Way') zu gefallen. Auch textlich wird dem Hörer eine Menge geboten: Technischer Fortschritt und der eigene Standort in der Welt sind nur zwei Themen, die SOON auf diesem Album behandeln.
Das dritte Album ist meist das schwierigste, da eine Band zu diesem Zeitpunkt an einem Scheideweg steht. Im Fall von SOON führt der Weg ganz klar weiter nach oben. Durch die unzähligen Konzerte hat die Band genügend Erfahrungen sammeln können, die sie bei diesem Album eingebracht hat. Treibende Gitarren, Doublebass-Angriffe und eingängige Melodien machen die zehn Songs, die allesamt auf Erics markante Stimme zugeschnitten sind, zu einer runden Sache.

Michael Krause

HEAVY

Auf Album Nummer 3 legen die Hamburger [SOON] eine gewiefte Mischung aus Atmosphäre und Melancholie vor, die sich bei den stilistischen Schubladen Dark, Progressive oder Indie ebenso bedient wie beim zeitlosen Rock. Mit Liebe zum Detail ausgefeilte Songs und die außergewöhnliche Stimme von Sänger Eric, die manchmal sogar einen leichten Wave-Touch offenbart, lassen "Lonely Way" zu einem Hörerlebnis werden.
Schade, dass die Mannen noch nicht früher meinen Weg gekreuzt haben!

Stefan Glas

BREAK OUT

Mit "End Isolation" sowie "Without A Trace" zieren schon zwei hochqualitativ-großartige Alben die Discographie der Hamburger, nachdem diese quasi als "Doppelschlag" innerhalb eines Jahres erschienen, dauerte es - gut Ding will schließlich Weile haben - bis zum Silberling Nummero tre die doch ver­hältnismäßig lange Periode von knapp vier Jahren.
Das Ausharren hat sich aber definitiv gelohnt, denn auch "Lonely Way" wird der mittlerweile doch recht hohen Erwar­tungshaltung auf ganzer Linie gerecht: Latente Düsternis mit einem Anflug von Melancholie umspült die Songs, die sich allesamt durch einen massiven Schub an Gitarren und Drums auszeichnen. Diesem gesinnungsmäßig tiefschwarzen kompo­sitorischen Grundgerüst wird durch butterweich-eingängige Melodien weiterer Lebensodem eingehaucht, was Individualität weit vom 0815-Standard entfernt bedingt.
Doch [soon] protzen nicht provozierend mit ihrer Anders­artigkeit, die Nordlichter konzentrieren sich vielmehr auf Kompositionen mit Substanz und eine das Album durch­ziehende harmonische Homogenität. Vor allem merkt man erst mit zunehmender Zahl der Durchläufe, wie viel Detail­verliebtheit die Herren um Sänger Eric an den Tag gelegt haben, hier wird nicht geschludert und auch kein Ton überperformt.
"Lonely Way" symbolisiert anmutige Gothic-Schönheit, die sich auf das alternative Verzerrer-Biest einlässt und mit poppiger Schwerelosigkeit auf einer hart gefederten romantischen Welle dahinschwelgt. Ein Album, das an kalten Winterabenden woh­lige Wärme spendet und im Sommer fröstelnden Schatten zaubert, aber auch eine Platte als Soundtrack für die Einsam­keit sowie nachdenkliche Stunden - einfach wunderschön!!

Stephan Treu

www.terrorverlag.de

Hier ist er also, der dritte Streich von [SOON]. Die vier Düsterrocker von der Waterkant haben sich für "Lonely Way" ein wenig mehr Zeit gelassen als bei den beiden Vorgängern "End Isolation" (2006) und "Without A Trace" (2007), waren zwischenzeitlich aber keineswegs untätig, sondern unermüdlich auf den Bühnen der Republik unterwegs und haben natürlich auch ausführlich an neuen Songs gefeilt, von denen jetzt zehn auf den aktuellen Silberling erschienen sind.
Dominierend sind bei dem klassisch ausgebildeten Sänger Eric, dem innovativen Saitenmann Lenny, dem studierten Schlag­zeuger Andi und Bassist Micha immer noch harte Gitarren, kraftvolles Drumming und melodischer Gesang. Neben trei­benden Metal-Riffings und eingängigen Refrains gibt es nach wie vor atmosphärische Passagen, aber auch deutlich mehr Tempo und insgesamt mehr Druck. Das hat den Songs durch­aus gut getan und so gefällt der Opener "Why" mit verspielten Langaxt-Variationen und ungewöhnlichen Rhythmusfiguren seitens der Schießbude, während flirrende Keys und der Einsatz eines Vocoders beim Titeltrack "Lonely Way" für Abwechslung sorgt. Beim sich anschließenden "Flow" besticht der Stahlsaiter in Kombination mit der Gitarre, wohingegen mit "Trust" die Geschwindigkeit wechselt und auf "A Loss" erstmals ruhige Töne angeschlagen werden, bevor der Vierer beim folgenden "On A String" erneut Gas gibt. Der verfremdete Vocoder-Sound wird beim knackigen "Time" ein weiteres Mal zu Gehör gebracht und trifft mit "Decisions" auf vielseitige Arrangements, die das dunkle Rockerherz höher schlagen lassen. "Someone Else" versprüht derweil bittersüße Melan­cholie, ehe "My Place" noch einmal in die Vollen geht und der "Epilogue" den Reigen mit ein paar dahin gehauchten Pianoakkorden gefühlvoll beendet.
Vergleiche mit der Musik von PARADISE LOST Anfang des Jahrtausends drängen sich auf bei dieser Langrille auf. Insofern ist die Interessenlage schon mal geklärt, wobei zweifellos für jeden gitarrenverliebten Schwarzkittel bei [SOON] etwas dabei ist. Das Quartett hat das Niveau der bisherigen Veröffent­lichungen erfreulicherweise gehalten und sollte mit "Lonely Way" seine Fanbase weiter ausbauen können.

Ulrike Meyer-Potthoff

www.metal-inside.de

Nach längerer Pause kommen [SOON] aus Hamburg mit einem neuen Album um die Ecke. Vier Jahre nach "Without A Trace" gibt es auf Album Nummer drei unter dem Titel "Lonely Way" neues Material das es in sich hat. 11 melodische Tracks - Dark Rock/Metal - mit harten Riffs, tighter Rhytmusfraktion und eingängigen Texten, die in keinster Weise in kitschige Gefilde eintauchen. Und das alles ohne Ausfall.
Natürlich erinnert das Ganze immer noch leicht an DEPECHE MODE auf Rock. Aber [SOON] haben das Tempo angezogen und gehen komplexere Arrangements positiv an, eine Band wie PLACEBO fällt einem da auch ein - auch wenn [SOON] eher härteren Stoff bieten.
Ohrwürmer wie "Trust" und "Lonely Way" fallen einem dabei gleich auf; die verträumte Ballade "A Loss" zeigt, was man alles in ruhigen Kompositionen verstecken kann; "Flow" und "Time" entpuppen sich als heimliche Lieblinge mit Hitpotential.
"Lonely Way" lässt sich sauber und gut durchhören, setzt auf düstere Atmosphäre und macht trotzdem richtig Spaß - Dark Rock/Metal at its best. Tolles Album, das [SOON] endlich mal eine höheren Bekanntheitsgrad bescheren sollte.

hardy

ORKUS

Düsterrock mit Hitcharakter - Die Hamburger [soon] haben sich in den letzten Jahren den sprichwörtlichen Arsch abgetourt, und genau das kann man auf ihrem dritten Album hören: Die Rhythmusfraktion wirkt extrem kompakt und ein­gespielt. Dass man sicher nicht immer die vielen musikalischen Details und Feinheiten zu hören vermag, ist zu verschmerzen, denn die nötige Würze bekommt der düstere und treibende Rock der Norddeutschen sowieso durch die perfekt produ­zierten Tracks, deren Eingängigkeit und vor allem Erics außergewöhnliche Stimme, welche einen großen Teil der Atmosphäre von [soon] ausmacht. Man stelle sich einfach vor, Duran Duran würden mit HIM einen Bastard zeugen, und man erhält einen ungefähren Eindruck, warum nahezu jedes Stück auf LONELY WAY (speziell "Why" oder "Time") solch einen verdammt eingängigen Charakter hat. Wer auf bombastischen Rock und phantastisch inszenierte Songs steht, sollte also unbedingt mal ein Ohr riskieren.

Lars Schubert

Sonic Seducer

Anbetungswürdig. Zum Sterben schön. Mit ihrem dritten Album "Lonely Way" ist [soon] gelungen, was kaum möglich schien - die Hamburger Band um den stimmgewaltigen Sänger Eric hat das ebenfalls schon ausgezeichnete Vorgängeralbum "Without A Trace" noch um Längen überboten. Gefühlvoller, melan­cholischer Dark Rock - noch immer herrschen harte Gitarren, eine treibende Rhythmussektion, hervorragende eingängige Melodien und vor allen die unübertreffliche Stimme von Eric, die mehr nach Dave Gahan klingt als nach dem durchschnittlichen Rock- oder Metalsänger von nebenan.
Experimentell, abwechslungsreich, außergewöhnlich, aber dennoch durch und durch wie aus einem Guss. [soon] sind ein wenig härter geworden, es gibt mehr beinharte Doublebass-Attacken, mehr Gitarrensoli, daneben aber auch immer noch jede Menge Melodien und atmosphärische Momente. Der Titeltrack "Lonely Way" und das bewegende "Trust" sind die Hits des Albums, die Tanzflächenfüller. Aber auch "Time", das klingt wie Placebo mit einem satten Gitarrenriffing ist ein Highlight - man beachte die Vocoder-Stimme und den einpräg­samen Refrain! Selbst das deutlich metallischere "Someone Else" mit seinem Gitarren-Stakkato fügt sich insgesamt gesehen nahtlos in das neue Werk ein. "Lonely Way" ist ein herausragendes Dark Rock-/ Metal-Album.
Von dieser Band können wir noch einiges erwarten. Grandios!

Karin Hoog

[Without A Trace]

Metal Hammer

Komponieren ist bekanntlich eine Wissenschaft für sich. Nicht vieles von dem, was heute so im Umlauf ist, wird dem Begriff "Song" tatsächlich gerecht. Die Hamburger Formation [soon], die seit knapp sieben Jahren aktiv ist, hat dagegen den Dreh raus. Ihre Musiker halten sich nicht lange mit aufgeblasenen Intros, Effekt heischenden Sound-Spielereien oder umständlichen Arrangement-Kniffs auf, sondern steigen direkt in die Grundidee ein.
Dabei steht vor allem Sänger Eric im Mittelpunkt des Geschehens, unterstützt von Gitarrist Lenny, der mal derbe tiefe Metal-Riffs schreddert und schon im nächsten Moment handzahme Linien vorgibt. Ihr Debüt END ISOLATION (2006) war ein echtes Prunkstück, das Zweitwerk WITHOUT A TRACE steht dem Vorgänger kaum nach. Das Material ist jetzt noch etwas reifer, solider und cleverer, wenn auch gleichzeitig ein wenig vorhersehbarer. Dennoch hantieren [soon] weiterhin ungemein geschickt mit Sounds und Atmosphären und haben immer jene Prise Melancholie direkt unter der Oberfläche, die Rock von Mainstream unterscheidet. Eine echte Perle!

Matthias Mineur

Sonic Seducer

Die tiefsinnigen Hamburger Emotional Dark Rock-Hoffnungsträger [soon] haben sich nicht lange auf den vielen Lorbeeren ausgeruht, welche ihnen durch das tolle Debütalbum "End Isolation" zuteil wurden: Mit "Without A Trace" legt die außergewöhnlich talentierte Melancholikertruppe um Sänger Eric nun schon den Langspielnachfolger vor. Dass die Jungs ebenso hart wie überlegt an ihren aktuellen Kompositionen gearbeitet haben, eröffnet sich schon während relativ kurzer Spieldauer dieser wirklich empfehlenswerten Könnerscheibe.
Die moderneren Elemente wurden im Gesamtsoundbild ein wenig nach hinten verrückt, dafür hoben [soon] die markant röhrenden Stromgitarrenkonstrukte deutlich nach vorne in den Blickpunkt. Eine gute Idee, so wirken die Werke der Gruppe doch gleich viel schlüssiger. Ihren Melodien widmeten [soon] große Hingabe und Liebe zum Detail, was hier aus nicht wenigen Liedern regelrecht zeitlose Ohrwürmer macht. Manche griffige Tonfolgen auf dem Silberling entwickeln gar fatales Suchtpotenzial. Abnutzungserscheinungen sind daher eindeutig ausgeschlossen.
Ein Erwerb dieser ebenso abwechslungsreichen wie flüssig instrumentierten Ausnahmeplatte erweist sich für den seriösen Konsumenten auch nach Jahren noch als lohnende Investition. Die zahlreichen künstlerischen Vorzüge des so ergiebig düstermelodischen Vorgängers wurden also von dem Quartett für das aktuelle Produkt noch edler kultiviert ? insbesondere die feinfühligen Passagen betören durch unverfälschte Stimmungsvermittlungen. Eine sehr feine Sache, die aufgrund ihrer überbordenden Genreoffenheit gleich eine ganze Vielzahl von Qualitätsrockmusik-Anhängern anspricht.

Markus Eck

www.powermetal.de

"End Isolation" war eines der herausragenden Debüts 2006, das allerorts gute Kritiken einfahren konnte und nach wie vor das Beste ist, was die nationale Düster-Rock-Szene in den letzten Jahren ausgespuckt hat. Aus dem Stand präsentierten sich [soon] als Band mit eigenem Profil, die Songs mit Substanz Schwarzkittel-Tanzhöhlen-Flachheiten vorzieht. Und war die Bezeichnung "Gothic Rock" demzufolge schon vor zwölf Monaten eine Beleidigung, ist sie mittlerweile unter Rufmord abzuheften.
Mit "Without A Trace" zimmern die Deutschen weiter an ihrer Nische zwischen 30 SECONDS TO MARS, PARADISE LOST und (älteren) KATATONIA, die mit 'ner Überschrift wie "dunkler Alternative Rock" versehen werden könnte.
Im Unterschied zum Erstling haben die Jungs die Schwere ihres Sounds etwas zurückgenommen (damit ist leider auch ein wenig die Härte gewichen), klingen in der Summe einen Tick optimistischer und zeigen sich offener, was die Dynamik und die Arrangements der Songs betrifft. Das hat zur Folge, dass "Without A Trace" zunächst etwas heterogener und weniger kompakt wirkt als der Vorgänger. Allerdings findet man sich nach ein paar Durchläufen genauso gut auf der Scheibe zurecht wie seinerzeit auf "End Isolation".
Großen Anteil daran hat Sänger Eric, der mit seiner markanten Stimme und einfallsreichen Gesangslinien erneut sicher durchs Programm führt. Songs wie der Opener 'Grown Apart', das sehr starke 'High Time' und der mit DEPECHE MODE-Querverweisen ankommende Rocker 'Estrangement' sind alten Nummern wie 'All I Wanted' (der Track wurde hier als Zugabe noch mal verbraten und ist immer noch ein Hit) und 'Just An Illusion' durchaus ebenbürtig. Selbst die zunächst eher unscheinbar wirkenden 'A Step Forward' und 'Scope For Freedom' sind keineswegs Fälle für die Skip-Taste, sondern benötigen lediglich etwas mehr Zeit, bis man sie gut findet.
Auch wenn der Gitarrensound auf "End Isolation" definitiv knackiger war und ich insgeheim damit gerechnet hatte, dass [soon] mit "Without A Trace" nicht nur das Niveau des Debüts halten, sondern eine weitere Qualitätsstufe nach oben klettern werden, gehört auch dieser zweite Streich zu den wenigen Höhepunkten der von Plastik und Oberflächlichkeiten durchseuchten Düster-Szene. Und nachdem das Hochnotpeinliche mit den Karnevals-Pop-Gothic-Actionfiguren für Zehnjährige, CINEMA BIZARRE, eine neue Dimension erreicht hat, ist "Without A Trace" gleich doppelt wertvoll.
Anspieltipps: Grown Apart, High Time, Estrangement

Oliver Schneider

ZILLO

Harte Gitarren, eingängige Melodiebögen und dazu eine gefühlvolle Stimme: Nehmt Dreadful Shadows, Scream Silence, HIM und vielleicht noch ein klein wenig Paradise Lost, steckt alles in einen Mixer, und herauskommt [soon]. Die Band aus Hamburg kann mit ihrem düsteren zweiten Album "Without A Trace", das gleichzeitig melancholisch-ergreifend als auch kraftvoll-dynamisch klingt, auf ganzer Linie überzeugen.
Gitarren-Goth-Rock-Songs wie das atmosphärische "Estrangement" gehen sofort ins Ohr, und auch das kraftvolle, melodische "My Ideas" oder "All I Want" sind nicht mehr so leicht aus dem Kopf zu kriegen. Ein guter Einstieg in die Welt von [soon] stellt auch das melancholische, dramatische, fast schon wavig-schöne "Gone" dar, das auf der aktuellen Zillo-CD zu finden ist.
Fazit: abwechslungsreicher, spannungsgeladener Gitarren-Gothic-Rock mit einer düster- intensiven Atmosphäre. Wer Dreadful Shadows und Scream Silence gut findet, sollte unbedingt reinhören. Von [soon] werden wir sicher noch hören.

Karin Hoog

[end isolation]

METAL HAMMER

Seit etwa fünf Jahren schraubt und feilt die vierköpfige Hamburger Truppe an einem eigenen Sound, der sich nun auf ihrem Debüt END ISOLATION als druckvoller, modern orchestrierter Metal entpuppt, dessen krachende Strophen ein ums andere Mal in tolle Refrains münden.
Gereift ist der durchaus eigenständige, vor allem aber zukunftsweisende Sound der Band in zahllosen Konzerten unter anderem mit 4Lyn, den Berlinern Beatsteaks oder auch Samael.
Angetan hat es mir vor allem die Melodieführung ihres Frontmannes Eric - eine Art auf Metal getrimmter Simon Le Bon (Duran Duran), der auch bei jeder britischen Wave-Band der Achtziger groß herausgekommen wäre und einen scheinbar todsicheren Instinkt für hymnische Melodien besitzt.
Sehr gut auch die diversen Sounds und Effekte, mit denen [soon] die Stücke ihres Erstwerkes ausschmücken und damit die Scheibe spannungsgeladen und abwechslungsreich gestalten.
Fazit: Tolles Debüt einer Band, der man eine große Zukunft voraussagen kann.

Matthias Mineur

Sonic Seducer

In Form von "End Isolation" legt der norddeutsche Vierer um den stimm- und ausdrucksgewaltigen Ausnahmesänger Eric nun endlich sein lang erwartetes Debütalbum vor.
Die betont stimmungsgeladene Individualistenmusik auf dem grafisch auffallend puristisch aufgemachten Werk ist zwar sehr experimentell, dennoch wirkt das merklich professionell produzierte Ganze eigentlich wie aus einem stilistischen Guss. [soon] legen ihre durchdachten und nicht selten träumerischen Kompositionen daneben mit sehr viel Liebe zu emotionalen und melodischen Passagen an. Bemerkenswert eingängig gestaltete, schnell ins Ohr gehende Refrainschleifen sind also ebenfalls mit dabei als auch rhythmisch eher ausgefallene Taktmuster.
Damit klingen die Lieder hin und wieder glatt wie Depeche Mode auf dem harten Rocktrip - so was kann ja nur als Kompliment gewertet werden.
Harte, modern anmutende Stromgitarrenklangausbrüche moderieren mit prägnanter Trommelunterstützung eine löblich eigenständige Ansammlung von vielen hochpotenten Ideen. Mit opulenter Keyboard-Arrangierung verwöhnte Darkwave-Elemente verzahnen [soon] zuweilen mit sehnsüchtig geflehten, melodramatisch vokalisierten Gesangsmustern. Der stark atmosphärische Modern Rock des versierten Quartetts scheut also vor eher unkonventionellen Einflüssen überhaupt nicht zurück, mehr noch, die Band jongliert geradezu gekonnt damit.
Kaufempfehlung.

Markus Eck

www.powermetal.de

Stellt euch vor, DEPECHE MODE wären kein Elektro-Act, sondern eine fett riffende Rockband. Stellt euch weiterhin vor, diese Band würde noch kleinere Anleihen bei PARADISE LOST, ANATHEMA und 30 SECONDS TO MARS nehmen. So weit alles klar? Gut. Denn damit ist der Sound von [soon] schon grob skizziert.
Nun bedeutet die Übernahme von Elementen großartiger Combos nicht zwangsläufig, dass die betreffende Gruppe ebenfalls großartig ist. Im Fall des Vierers kann man diesbezüglich aber Entwarnung geben, denn "End Isolation" ist toll. Sehr, sehr toll sogar. Die Düster-Mucke der Jungs umschifft jedes Klischee (wer hier die Gothic-Rock-Schublade aufzieht, sollte sich mal die Ohren durchpusten lassen!) und ist durchgehend mitreißend, emotional, atmosphärisch und hat trotzdem ordentlich Druck. Letzteres liegt einerseits in dem Anspruch des Quartetts begründet, wirklich Gas geben zu wollen, und zweitens an der erstklassigen Produktion.
Die weiteren Vorzüge der Band und dieser Veröffentlichung sind ebenso zahlreich wie eindeutig: Sänger Eric hat eine wandelbare Stimme (teilweise meint man, es mit DEPECHE MODEs Dave Gahan zu tun zu haben) und zudem ein untrügliches Gespür für feine Melodiebögen; Gitarrist Lenny glänzt mit extrem effizienten, abwechslungsreichen und massiven Riffs oder experimentiert zwischendurch auch mal mit Delay- und Hall-Effekten; Drummer 7even und Bassist Robin halten den Laden mit jeder Menge Groove zusammen;
und das Songwriting ist unglaublich ausgereift. Die treibenden 'All I Wanted' (exquisiter Chorus!), 'Buried', 'Wounds', 'Just An Illusion' und 'My Choice' haben Hitpotenzial ohne Ende, sind aber tiefgründig genug, um auch nach zig Durchläufen noch spannend und packend zu sein. Gleiches gilt für die ANATHEMA/30 SECONDS TO MARS-Kreuzung 'Our Isolation', die krachendes Midtempo bietet, und die gänzlich unkitschige Ballade 'Timid Child', deren Grundgerüst nur aus Piano und Gesang besteht, aber im Refrain dezente verzerrte Gitarren aufbietet. Wenn an einem Album ein zu unscheinbares Artwork letztlich das Beanstandenswerteste ist, muss hier was im Busch sein.
Mit [soon] haben sich Oscillation Music auf jeden Fall eine verdammt viel versprechende Truppe geangelt, und "End Isolation" ist ein Einstand nach Maß. So was möchte ich bitte öfter hören.
Anspieltipp: All I Wanted und der Rest der Platte.

Oliver Schneider

ZILLO

Manch einer wird [soon] durch ihre Support-Auftritte mit Bands wie Flowing Tears, NFD oder Samael kennen, denn innerhalb der letzten zwei Jahre riss die Band etwa 80 Konzerte ab. Dass die Hamburger auch auf CD ein Hinhörer sind, zeigt ihr Debütalbum "End Isolation", das sie mit weiteren Auftrittsangeboten sicherlich tatsächlich aus der Isolation holen wird.
Bemerkenswert ist vor allem, dass sich [soon] nicht auf ein Genre festlegen lassen. Sie spielen, ähnlich wie A Perfect Circle, dunklen Rock - ohne aber nur entweder "Alternative" oder "Gothic" zu sein. Umwoben von differenziertem, kraftvollem, von Eroc (u. a. Theatre Of Tragedy, Xandria) produziertem Klang und mit atmosphärischen Synthies unterlegt, rocken Tracks wie "Another Try", das elektronisch angetriebene "Buried" oder das verträumte "Our Isolation" um des Hörers Gunst und scheuen nicht vor Experimenten.
So lässt Bassist Robin in "Just An Illusion" oder "Wounds" durch Slapeinlagen Faith No More im Gedächtnis erscheinen und wird von Schlagzeuger 7even mit vetrackteren Rhythmen unterstützt, um die in Ersterem Vorlage für einen starken Chorus der Sorte HIM zu liefern. Sänger Eric sticht als Chamäleon hervor, das seichtere, schmachtige Töne sowie Raubeiniges a la James Hetfield (Metallica) beherrscht. Diese eigenständigen Attribute sorgen dafür, dass man von [soon] sicherlich noch viel hören wird.

Winter